+ the BATTLE
„Bloc Battle“ im Rahmen der Outdoortage
Die ästhetische Leichtigkeit des Seins
Ein Boulderleben hängt nicht an einem seidenen Faden, sondern an einem Felsblock. Beim „Bloc Battle“ von 31. Juli bis 2. August 2009 in Mayrhofen werden die österreichischen Meister im Bouldern gekürt.
Seilfreies Klettern in Absprunghöhe verfeinert mit einer „Leichtigkeit des Seins“ - das ist Bouldern. Doch worin liegt die Faszination eines Sports, der manchmal ein Kinderspiel zu sein scheint.
„Es ist die Unkompliziertheit. Ob man mit Freunden unterwegs ist oder alleine: eine Bouldermatte genügt und man kann loslegen,“ sagt Markus Schwaiger von der Abteilung Bergsport des Österreichischen Alpenvereins über den Reiz des trendigen Sports. „Du gehst an die Grenzen von Kraft und Leistung, doch der Spaßfaktor kommt trotzdem nicht zu kurz,“ so der Autor und Herausgeber eines Kletterführers für das Zillertal. Man müsse die Bewegungen durchschauen und sich beim Klettern eines Zuges oft akrobatischer Verrenkungen bedienen. „Außerdem kommst du an traumhafte Plätze und triffst die unterschiedlichsten Typen.“
Es ist eine Trendsportart, aber keinesfalls neu. Der englische Alpinist Oscar Eckenstein (1859 - 1921, Versuch der ersten Besteigung des K2 im Jahr 1902) durchkletterte gegen Ende des 19. Jahrhunderts einige Felsblöcke im britischen Lake District nahe Manchester. Diese Kletterei könnte man als Geburtsstunde des heutigen Boulderns bezeichnen. So richtig hoffähig wurde es aber erst in den 90ern unseres Jahrhunderts. Namen wie Dean Potter oder Francois Legrand haben das Bouldern bekannt gemacht. Seither haben viele die Leidenschaft dafür entdeckt. Die „ewigen Jagdgründe“ im Bergsteigerdorf Ginzling zählen heute zu den Hot Spots der immer größer werdenden Fangemeinde.
Im Ortszentrum von Mayrhofen werden auf einer 28 m breiten Boulderwand vier Boulderprobleme zu bewältigen sein. Nach den Wettkämpfen gibt es Liveacts wie „Santeria and The Porn Horns“ und „Jamaram.“
Auf der Teilnehmerliste für den „Bloc Battle“ in Mayrhofen stehen Namen wie Jakob Schubert, Barbara Bacher und Sabine Bacher. Sie sind allesamt junge Könner einer eigentlich alten Sportart.
© Florian Warum














